Denkspiele

Denkspiele

Definition Denkspiele

Bei den Denkspielen geht es darum, durch logisches Verständnis ein Problem spielend zu lösen. Je nach Art des Spiels erfordert es von dem einzelnen Spieler eher die Logik, die Strategie, die Fähigkeit Muster zu erkennen oder ein Wort zu vervollständigen. Denkspiele gehören zu den ältesten Spielegattungen, deren Geschichte über viele Jahrtausende zurückreicht. Die geistige Herausforderung durch strategischer Planung im Krieg und das Durchschauen der gegnerischen Taktik steht am Anfang der Geschichte des Denkspiels im Vordergrund.

Besonders die klassischen Denkspiele wie Schach weisen eine klare Grundstruktur auf. Sie bestehen nur aus einem Spielplan (meistens auf einem Brett aufgezeichnet) und Spielfiguren. Alle Spieler haben im Idealfall die gleiche Ausgangslage und topologischen Gegebenheiten auf dem Spielplan und somit die gleichen Chancen das Spiel zu gewinnen. Derjenige, der im Wettkampf der Hirne die Spielsituation besser durchschauen und einschätzen kann, soll das Spiel gewinnen. Wichtig bei der Strategieplanung ist es, dass die Spieler immer die gegnerische Strategie bis in ihre Tiefe miteinbezieht.

Die ursprünglichen Denkspiele sind von einem hohen Grad der Abstraktion gekennzeichnet. Elemente, die das Glück ins Spiel bringen werden nicht eingebaut. Erst im Laufe der Zeit kamen Würfel und Spielkarten dazu, ein Element des unberechenbaren Zufalls, welcher die Abstraktion der Denkspiele abmildern soll. Dadurch entwickeln sich viele neue Genre der Denkspiele, der zu den oben genannten Fähigkeiten auch noch eine gute Kombinationsvermögen von Glück und Hirn erfordert.

Zusammenhang zwischen Gehirnfitness und Denkspiele

Das Leben hinterlässt tiefe Spuren in unsere Hirnentwicklung und ähnlich wie das Leben selbst, ist sie von einem Auf und Ab bestimmt. Vor allem die grauen Hirnsubstanzen, die aus den Zellkörpern und Synapsen (Verbindungen zwischen den Nervenzellen) bestehen, sind von diesem Trend stark betroffen. Bis zum zwölften Lebensjahr werden Synapsen im Überschuss produziert und nimmt danach je nach Region mit zunehmendem Altern unterschiedlich stark ab.

Das macht sich vor allem bei den geistigen Fähigkeiten bemerkbar. Doch wie alle unsere anderen Organe, können wir auch den Alterungsprozess des Gehirns durch verschiedene Fitness-Übungen verlangsamen und Defizite teilweise ausgleichen.

Zum einen hat die körperliche Fitness, die bei der heutigen Freizeitgestaltung einen immer höheren Stellenwert einnimmt, nicht nur eine positive Auswirkung auf unser Wohlbefinden, sondern auch auf unser Gehirn und somit auf unseren Geist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass körperliche Aktivitäten unser Hirn in vielen Dimensionen fordert und zugleich der stärkste Reiz ist, um den Alterungsprozess entgegen zu wirken.

Dennoch reicht allein die körperliche Aktivität nicht aus, um unser Gehirn fit zu halten. Ergebnisse einer wissenschaftlicher Studie bekräftigen auch noch mal, dass wer regelmäßig, am besten täglich, sein Gedächtnis trainiert, bleibt länger gesund und selbstständig. Wenn unser Gehirn erst einmal eingerostet ist, kann unser Körper nicht mehr im Einklang mit unserem Geist sein. Zum Gehirnjogging gehören unter anderem Denkspiele, wie zum Beispiel die Klassiker Mahjong oder Wimmelbilder, die unser Gedächtnis beweglich halten. Zudem kann solche spielerische Übungen Konzentrationsstörungen reduzieren und teilweise dementielle Veränderungen hinauszögern.

Das beste dabei ist, dass Spiele nicht nur unser Gehirn trainiert, sondern auch eine Menge Spaß bietet und somit die Abbruchrate des Trainings entsprechend minimal ist. Was uns ein gutes Gefühl gibt, das führen wir auch mit Freude regelmäßig weiter.

Positive Einflüsse der Denkspiele auf unser Gehirn

Viele Denkspiele bieten spannende Aufgaben zum Knobeln. Dabei wird die Fähigkeit das Gesehene zu vernetzen und zu systematisieren gefördert. Das logische Lösen von Problemen werden dabei geschult. Kognitive Fähigkeiten, Geduld und Konzentration werden spielerisch trainiert und unterstützt die Entwicklung und Erhaltung des Gedächtnisses.

Rätselspiele beispielsweise fördern die Merkfähigkeit und das Erinnerungsvermögen. Bei Puzzle Spielen werden sämtliche Regionen des Gehirns trainiert, indem Augen und Gehirn gleichzeitig koordiniert werden. Weitere beliebte Denkspiele sind Wortspiele (z.B. Scrabble) und Zahlenspiele (z.B. Sudoku Spiele), die zum Teil sehr hohe Ansprüche an logischem Denkvermögen und systematischem Grundverständnis stellen. Strategiespiele wie Mühle oder Dame erfordern taktisch ausgeklügeltes Vorgehen des Spielers und trainiert das Gehirn vorausdenkendes und strategisches Planen. Geschicklichkeitsspiele wie Bubble Shooter erfordern vernetztes Denken und trainiert das Gehirn, die Situation schnell zu durchblicken.

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